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Leitud 4 artiklit

Bauke die

QUELLEN

Gutzeit 1886, 104
Unter den Mundlöchern der Glasöfen ist eine Art Gesimse oder Heerd, die Banke genannt, erbaut, auf welchem die Häfen oder großen Schmelztiegel... den oben gedachten Löchern gegenüber stehen, 395 VI. 399.

Baule
‣ Varianten: Baul, Bäule, Beule1
de Beule

QUELLEN

Hupel 1795b, 226

Gutzeit 1859, 103
Baule, sehr gewöhnlich, doch in der ungebildeten Sprechweise, st. Beule. Hupel sagt, es werde sonderlich von Gefäßen gebraucht, doch hersche dabei der Unterschied, dass Beule eine Erhöhung, Baule z.B. in einem zinnernen Teller, silbernen Löffel, kupfernen Kessel u. dgl. eine gewaltsam eingedrückte Vertiefung anzeige. Auch das davon herrührende Zw. verbaulen höre man oft.

Seemann von Jesersky 1913, 104
Bäule

Bulke die

vgl Franzbulke

QUELLEN

Gutzeit 1859, 159
eine rundliche Weißbrodart, Kuckel, Rosenbrot. Im Russ. hat das Wort eine weitere Bedeutung. Erinnert an das engl. bulk, an das franz. boule, und an das russ. bulotschnik an d. franz. boulanger. Deutsche Wörter ähnlichen Lautes sind Bulge, Bulte, boll (rund, kuglich) und die Wurzel belgen.

Seemann von Jesersky 1913, 109
bulke, булка 'Semmel'

Masing 1931, 38
eine Art Semmel; ‹ russ. bulka, auch in Ostpommern „dat bulke“ [zitiert Korrepondenzblatt des V. f. ndd. Sprachforschung 1901, Heft 22, S. 56]

Kiparsky 1936, 148
[bulkə] f. 'Semmel, rundliches Weissbrot' ‹ r. булка id. Gutzeit I, 159. E.L.K. - Das im östl. Pommern und in der Prov. Posen vorkommende Bulke n. 'Weissbrot' stammt aus p. bułka 'Semmel' (vgl. Korrespondenzblatt des Vereins für nd. Sprachforschung Jhrg. 1901, Heft XXII, S. 56), und Bullchen 'Semmel' (Mühling Opr. Provinzialismen 86) ist eine Verhochdeutschung desselben.

Pafulke der
‣ Varianten: Pafulk

QUELLEN

Gutzeit 1887b, 320
Pafulke, der. Die Deutschen nennen die Halbdeutschen (heraufgekommene Esten od. heruntergekommene Deutsche) Pafulken, 470. IV. 24. Woher das Wort? [= Bertram]

Gutzeit 1894, 28
Pafulke, der, entstellt aus poln. pachołek, russ. похолекъ Diner, oder aus estn. póbbolik, Bauer, Lostreiber, vgl. im Wörterschatz Pafulke, Popolle und Pobbol.

Masing 1924-1926, 405
19) Pafúlk (= 11). Bertram a.a.O. I, 20: "... Sie werden von den Bauern spöttischerweise Kaddaka-Saksad ... genannt... Die Deutschen machen sich wiederum auch über sie lustig und nennen sie Pafúlken..." Das jetzt kaum mehr übliche Wort scheint öfter in der allgemeineren Bedeutung „ungebildeter Mensch“ gebraucht worden zu sein: „ein ruscher - i.e. russischer Pafúlk“ sagte man in Dorpat von ungebildeten russischen Offizieren, und in den 60er Jahren war in studentischen Kreisen die Wendung „ein profulkiger Kerl“ üblich. Klenz verzeichnet a.a.O. S. 19 unter dem Stichwort „Buchdrucker“ die Bezeichnung "Bachulke" = „Ballenmeister, der die Farbe auftrug ... aus poln. pacholek ...Knecht“ und nach Günther „Die deutsche Gaunersprache“, Leipzig 1919, S. 112 heisst in den Gefängnissen „der, welcher die Dienste eines niederen Wärters oder sogenannten Kalefaktors versieht“, "Pachulke" vom tschechischen pacholek = Bursche, Knecht“.)


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