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Beule1 die
‣ Varianten: Baule, Bäule

‣ Synonyme: Beulniss
vgl Buckel

QUELLEN

Hupel 1795b, 226
Baule, die, st. Beule, wird sonderlich von Gefässen gebraucht; doch herrscht dabei der Unterschied, daß die Beule eine Erhöhung, aber die Baule z.B. in einem zinnernen Teller, silbernen Löffel, kupfernen Kessel u. dgl. eine gewaltsam eingedrückte Vertiefung anzeigt. - Auch das davon herrührende Zeitwort verbaulen hört man hier oft, z.B. der Kessel ist ganz verbaulet, das heißt er ist voll Baulen.

Gutzeit 1859, 103
Baule, sehr gewöhnlich, doch in der ungebildeten Sprechweise, st. Beule. Hupel sagt, es werde sonderlich von Gefäßen gebraucht, doch hersche dabei der Unterschied, dass Beule eine Erhöhung, Baule z.B. in einem zinnernen Teller, silbernen Löffel, kupfernen Kessel u. dgl. eine gewaltsam eingedrückte Vertiefung anzeige. Auch das davon herrührende Zw. verbaulen höre man oft.

Gutzeit 1859, 129f.
Im Hochd.: eine durch Schlag, Stoß oder Stockung der Säfte entstandene Erhöhung an einem Körper. Diese Bed. ist hier selten. So in der Redensart: sich eine Beule in den Kopf schlagen. Aber auch hierunter verstehen nicht Alle eine Erhöhung, sondern Vertiefung in den Schädelknochen. Wir lernen ferner unter Beule eine Erhöhung verstehen, wenn von Pestbeulen die Rede ist. Die hier übliche Bed. ist: eine durch Schlag, Stoß, Fall verursachte Vertiefung oder Eindruck. Eine Beule in den Tisch schlagen; ein Apfel voll Beulen. Daher auch verbeulen und einbeulen, Vertiefungen einschlagen. Diese Bed. hat übrigens Beule auch in verschiedenen Gegenden Deutschlands. Man sagt z.B. Becher, Kannen, Kessel bekommen Beulen durch Stoß oder Schlag; diese verursachen aber doch wol Vertiefungen und nicht Erhöhungen!
Sehr häufig hört man statt Beule, Baule, und statt verbeulen verbaulen. In Aachen heißt das, was wir Beule nennen, Blötsch oder Blütsch.

Gutzeit 1886, 114
Baule, Beule. Zuweilen in d. Bed. von Erhöhung od. Geschwulst. Auch bei Hupel (444. 1818). Grimms Wtb. fürt Baule als böhmisches Wort auf, das vermutlich dem deutschen Beule nachgebildet sei, da das Wort allen übrigen Slawen abgeht. Das böhm. vaula, Kl. bulka, findet aber Verwandte in poln. buła großes, rundes Brot u. russ. булка, Semmel, Franzbrot, wovon weiter bulotschnik Bäcker herstammt. Die slaw. Wörter sind ohne Wurzel u. Bedeutung u., daher, wie es scheint, Fremdwörter. Schon Linde's polnisches Wtb. weist auf deutsches Beule.

Gutzeit 1886, 142
Beule. An Gefäßen nennen wir die (erhabenen) Beulen Buckeln.

Seemann von Jesersky 1913, 104
Beule Bäule

Beule2 die

QUELLEN

Gutzeit 1859, 130
Beule eine bekannte Krankheit der Pferde, Beulenkrankheit. Pferde, welche die Beule hatten, 176. 1828. 134; die Beule bekommen; mit der Beule behaftet, ebenda.


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