[BSS] Baltisaksa sõnastik

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Kohl der
‣ Varianten: Kol

QUELLEN

Hupel 1795a, 121
Kohl, der, durchgängig st. Kraut gesagt (wie man zuweilen auch in Deutschland hört).

Gutzeit 1874, 71
Kol, der, Kohl. 1) als Kohl werden von den Bauern gegessen: Ackerdistel, Klette, Bärenklau oder Saukraut und kleine Nessel, 182. vgl. Kümmelkol, Nesselkol, Naten. — Das Wort Kraut f. Kol brauchen wir nicht, wie schon Hupel anzeigt. In den Kol spucken, das tadeln, verachten, bespötteln, was man selbst hat oder später benutzen und gewinnen kann. Sie spuckt in den Kol und muss ihn vielleicht selbst essen, bebespöttelt z. B. einen Mann, den sie vielleicht später heiratet. Er spuckt in seinen eigenen Kol, tadelt das, was ihm selbst nahe steht oder gehört. — 2) verstandloses Geschwätz, Durcheinanderrührung der zu besprechenden Gegenstände; ein Durcheinander, verworrenes Mischmasch. Die Sache ist ein schrecklicher Kol geworden; wer kann aus diesem Kol klug werden; (einen) Kol einrühren, dummen Wirrwarr, Kol machen, Unsinn, Dummheit, s. einkolen und Grimms Wtb. Kohl 9).

Sallmann 1880, 124
Kohl durchgängig für „Kraut“,selbst Sauerkohl Sauerkraut.

Gutzeit 1889a, 40
Kol schärfen — hobeln, auf der Kolhobel. Man unterscheidet geschärften u. gehackten Sauerkol.

Masing 1924-1926, 93
Kohl schlechthin bedeutet Weißkohl, sonst: Rotkohl, Braunkohl, Blumenkohl, Rosenkohl, Savoyenkohl [nicht besonders verzettelt]

Masing 1926b, 11
Kohl machen 'Verwirrung anrichten' (opr. + bd.)

Graf 1958, 10
Was unter Kraut oder Weißkohl verstanden wird, ist für den Balten Kohl.

Kol der
et koll

QUELLEN

Hupel 1795a, 121
Kol, der (Ehstn.) st. Gespenst, Popanz, Schreckbild. pöb.

Koor der

QUELLEN

Hupel 1795a, 122
hört man zuweilen st. Kameelgarn. S. auch Chor.

Gutzeit 1874, 73
s. Kor.


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