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Kibitke die
‣ Varianten: Kibitka
{russ. кибитка}
'halbverdeckter Wagen oder Schitten'

QUELLEN

Petri 1809, 325
Das gewöhnliche [Fuhrwerk], welches man Kibitka nennt, ist leicht, ohne alles Eisenwerk und zur Hälfte mit einer sauber geflochtenen Korbdecke, oder mit Matten, Wachstuch oder grober Leinwand versehen.

Ewers 1831, 216
ein leichter, oben halb bedeckter, und auf den Schwungbäumen ruhender Reisewagen.

???, 73-93
A. Hasselblatt berichtet in Balt. Monatsschrift 50, 1900, 73-93 über eine Reise eines Vorfahren im Jahr 1786 nach dessen Tagebuch. Eine wichtige Rolle spielt immer wieder eine Kibitke als Fahrzeug für den Diener; Hasselblatt kennt 1900 offensichtlich den Terminus nicht („wohl eine Art Planwagen, jedenfalls ein unförmlich großes Fahrzeug“ S. 74).

Heimatbuch 1908-1912, 2, 225
'eine kleine Kibitke' [1894] Russische Bezeichnung eines halbverdeckten Schlittens

Seemann von Jesersky 1913, 134
Kibitke Kirgisenzelt, halbverdecktes Fuhrwerk.

Masing 1926b, 10
Kibitke opr. + bd. (armseliger) Schlitten, Fuhrwerk

Vegesack 1935, 26

Kiparsky 1936, 159
Kibitke 'halbverdeckter Wagen oder Schitten' ‹r. кибитка id. - E.L.K. - BERGMANN 35, HUPEL 108, GUTZEIT II, 2, SALLMANN N. 13. - Daneben Kabitte (belegt im J. 1805), das nach MASING WbA heute in Riga bei Schulkindern 'Höhle im Sande' bezeichnet. - In Ostpreussen war das Wort im XIX. Jh. als 'russischer Schlitten' bekannt gewesen, vermutlich durch Russeninvasion nach den napoleonischen Kriegen. Vgl. Altpr. Monatsschrift LIII, 199.

Vegesack 1963, 41

Goertz/Brosse 1973?, 225
eine kleine Kibitke* [russische Bezeichnung eines halbverdeckten Schlittens]

Kobolt 1990, 144
Kibitka, Kibitke (mit betonter Vorsilbe) f leichter Wagen, Schlitten mit Verdeck
russ. kibitka gedeckter Wagen, gedeckter Reiseschlitten; nhd. Kibitka, Kibitke leichter federloser russ. Bretterwagen, russ. Schlitten mit Mattendach.


QUELLEN (Informanten)
Busch, Marie von: Reval
Kibitke halboffener Schlitten


A. Hasselblatt berichtet in Balt. Monatsschrift 50, 1900, 73-93 über eine Reise eines Vorfahren im Jahr 1786 nach dessen Tagebuch. Eine wichtige Rolle spielt immer wieder eine Kibitke als Fahrzeug für den Diener; Hasselblatt kennt 1900 offensichtlich den Terminus nicht („wohl eine Art Planwagen, jedenfalls ein unförmlich großes Fahrzeug“ S. 74).


Kibitke 'kleines Häuschen auf dem Gutshof' Riga, Hagensdorf.


Kibitke 'geschlossener, breiter, zweispänniger Schlitten'
Allendorf (Kr. Wolmar), Paschlep (Kr. Hapsul), Riga, Dorpat, Libau, Druween (Kr. Wenden), Mitau, Oesel, Gut Iggen (Kr. Talsen), Talsen, Stadt Walk, Goldingen, Stoppenhof (Kr. Walk), Kerjell (Kr. Werro), Gulben, Bauske, Werro, Narwa, Hallist (Kr. Pernau), Gut Richholz (Kr. Wiek), Karlsberg (Kr. Pernau), Wolmar, Bixten (Kr. Tackum), Prohden (Kr. Illuxt), Härdel, Bauske, Gut Kachkowa (Kr. Werro), Kliggenhof (Kr. Tuckum), Kattentack, Werpel, Friederischswalde (Kr. Wenden), Ubia (b. Wesenberg), Hapsal


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