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feist

QUELLEN

Gutzeit 1886, 261
feist (feißt), fett. Zu feiß und feißt stellt Grimms Wtb. als unverwandt slaw. pitati alere, saginare, „so dass fett oder feist eigentlich bedeutet fett gemacht, gemästet, genährt“. Dieser Schluss erscheint bedenklich. Zum wenigsten wäre damit ausgesprochen, dass der ursprüngliche Begriff im slaw. Wort enthalten sei, im deutschen sich verloren habe. Ueberdies bezeichnet das slawische, ebenso wie das russische pitat' ernären, nicht: fett machen, oder mästen, was upitat' ausfüttern heißt; auch entspricht dem feiß oder feißt oder fett kein slaw. oder russ., aus pitat' gebildetes Beiwort. Endlich lässt sich selbst das deutsche ßt od. st nicht gut aus dem t des slawisch-russ. Wortes erklären. Wenn indessen selbst eine Zusammenstellung von pitat' ernären mit feißt u. feißten Geltung haben sollte, weil nären auch ein fett werden hervorbringen kann; so kann doch nicht übersehen werden, dass mit feißt u. feißten lautlich vollkommen übereinstimmt altruss. иѣстать pflegen, warten. Zeigt nun ebensowol feißt u. feißten wie russ. иѣстать ein st, so dürfte es unwahrscheinlich sein, in feißt eine mittelwörtliche Bildung (st. gefeißtet) anzunemen; glaublicher dagegen, dass in der Gestaltung feiß, welche nur dem allema. Gebiet angehört, das st oder ßt zu ß abgeschliffen u. dadurch feiß entstanden ist. vgl. Foster.


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