[BSS] Baltisaksa sõnastik

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Leitud 5 artiklit

Bork der
‣ Varianten: Borke
et korp

QUELLEN

Hupel 1795a, 29
Bork der, d.i. die äussere Baumrinde.

Gutzeit 1859, 142
Bork (ᵕ), 1) Rinde, vorzüglich von der Birke und Linde. Von der erstern wiederum namentlich die weiße Oberrinde, von letzterer der Splint. Schon Kelch (215) hat: Schlitten mit Lindenbork, S. 22. (s. Borkschlitten). Sehr gew. auch sammelwörtlich: abgeschälte Birkenrinde zum Anzünden des Holzes. Im Engl. bark. Zuweilen sächlich, z.B. 224. 1827. 11. Gefässer, so von Birkenrinde od. Bork gemacht, 194. Hiärn 45. Diese Stelle beweis't, dass schon zu Hiärns Zeiten Bork männlich und in der Bed. von Birkenrinde gebraucht wurde. Von Rinden od. Bork gemachte Gefäße, 195. Eichhorn Historia 591. 2) nach Bg. (210) auch verhärtete äußere Haut eines Geschwürs. Noch jetzt, aber wenig üblich für Borke.

Sallmann 1880, 49
Bork, m., nd. und hd. Borke, f., aber altm. börkr, schw. bark, estn. mit Lautumstellung korp.

Gutzeit 1886, 162
Bork, der, und Borke, die, 1) Rinde der Bäume. Der Begriff von Bork ist mehr sammelwörtlich. Man braucht daher „Bork“ zum Anheizen eines Ofens, nicht Borke; dagegen ist die „Borke“ des Baums u. Brennholzes sehr dick, glatt, rissig, weiß, braun u. dgl. Zusehen, daß die Borke am Reißlein nicht gelöset werde, 328. 14. - Man unterscheidet: Birkenbork, Birkenrinde (die weiße Ober- und dicke Unterschicht zusammen); der Madelhölzer: Tannen-, Fichtenbork; der Eiche, Eichenbork; Lindenbork, Lindensplint, zu Matten, Schlitten, Paudeln. Leder in Bork oder Lohe gar machen, 262; ein Reiseschlitten mit Bork ausgeschlagen, 349. XXII. 2. J. 1650/1: eine Sitte durch ganz Russland bis heutigen Tages, mit Lindenbork od. Splint. - 2) Auf der Haut u. auf Wunden od. Geschwüren. Hier gew. „die Borke“. Daher Eiterborke, Schorf aus verdicktem Eiter, Milchborke, Milchschorf. Daher Borkenausschlag, borkiges Leiden der Haut. Ein Borkchen am Auge, Schorfchen.-
Niemals von der Rinde des Brotes, der Braten; nicht von der Eisrinde.

Masing 1926b, 42
Bork 'Baumrinde' (mnd. borke; Grimme, S. 159; Frischbier I, S. 97).

Kobolt 1990, 70
lbg. Bork f; pomm. Bork m dicke Baum-Rinde; altm. Bork Baumrinde; schl. Bork Baumrinde.

Kork der

QUELLEN

Gutzeit 1874, 78
Kork, der, Korkrinde, aus der Korken, Schwimmgürtel u. dgl. gemacht werden. Ein Schwimmgürtel aus Kork. Korke, die, dagegen: Flaschenstöpsel, in der Vz. Korken, nicht Korke, seltner dafür das in Deutschland übliche: der Kork. Davon Korkenfabrik, Korkenschneider, Korkenzieher, und nicht Korkschneider u. s. w. Die Slaven sollen dies Wort von den Deutschen erhalten haben; wenn es nicht aus quercus, sondern aus span. chorcho = cortex herkommen soll, so ist auffallend, daß es mit estn. korik u. russ. korka (Kleinerung von korá), Rinde und Kork zusammenfällt; russ. kórka. vorzugsweise für Birkenrinde, Birkenbork, während sonst allgemein für Baumrinde korá benutzt wird.

Nock

QUELLEN

Seemann von Jesersky 1913, 151
Nock, Spitze, Ende einer Spitze.

Nord

QUELLEN

Gutzeit 1887b, 292
Nord. Man spricht oft: der Wind ist Nord, st. nördlich. Ebenso: der Wind ist Ost, Süd, West.

Norke die
‣ Varianten: Nurke

vgl Stallnorke

QUELLEN

Bergmann 1785, 49
Norke Hausecke

Gutzeit 1887b, 292f.
Norke, die, in den ältesten Zeugnissen Norke(n), der. Die Kleet soll mit dem Norcken nicht über 13 Ellen breit sein, 328. 92; von W.'s Mauer bis an seines Nachbars äußerster Norcke, 365. J. 1668; die Norken an hölzernen Häusern, 172. 1779. 40. Auch Bergmann und Lange schreiben Norke; Hupel nennt dies unrichtig und verzeichnet Nurke, die, mit folgenden Bedeutungen: 1) Verbindung der Balken in den Ecken an hölzernen Wänden;(die Zusammenlassung. Verzanung, Einkamm; Verkammung, in Pierer's encyclopäd. Wörterbuch: Verkammung: die Verbindung zweier, in rechtem Winkel über einander liegender Balken.) — 2) die Vertiefung, die man zu solchem Ende in einen Balken haut (Einkamm, Einkämmung). — 3) eine Wandecke. — 4) ein Winkel. — 5) das Ende des Balkens, welches über die Eckenverbindung hinausgeht. — Brasche (411) hat nur die Bed. von Hausecke, und lettisch dafür paksis und pakschis. Man kann bei diesem Worte an russ. норка, kleine Höle, Kleinerung von нора. Höle, Loch, Lager, Grube, Fluchtröre (eines Thieres) denken, auch an нырокъ, ausgefarenes Loch auf dem Winterwege, Schlupfloch; ferner p. nora, nura Hölung unter der Erde, russ. нора, норъ, норь, ныра Loch, норки Nasenlöcher dial. u. s. w.

Gutzeit 1892b, 34f.
Norke, die, Hausecke und Balkenende an der Ecke eines geblockten Hauses. Etliche seiner an der Straßen annoch herausstehende Norcken wiesen aus daß —, 365. 1681; daß er einige Norcken an seinem Hause unabgesägt stehen lassen, ebda; habe die Norcken bis an die alte Scheunen geleget, ebda; bis schrad an die Norcke des hölzernen Stalles, 365. 1682; die alten Grentzen des Hofes seien von der Norcke seines Stalles bis zur Mauer gezogen, 365. 1676. vgl. Wörterschatz.

Kiparsky 1936, 56f.
Norke [norkə] f., Norken [norkən] m., selten Nurke [nurkə] f. 1) 'Verbindung der Balken in den Ecken an hölzernen Wänden', 2) 'die Vertiefung, welche man zu solchem Ende in einen Balken macht', 3) 'Wandecke', 4) 'Winkel', 5) 'das Ende eines Balkens, welches über die Ecken-Verbindung hinaus reicht' ‹ estn. nurk 'Winkel, Ecke, Kante' + liv. nurk, nūka 'Winkel, Ecke' (⁓ finn. nurkka id.).
Nach SUOLAHTI 117 aus dem Estn. Der älteste Beleg (J. 1540) stammt aus Lemsal [GU. 2, 526], der nächste (J. 1668) aus Riga; heute ist das Wort über das ganze Baltikum verbreitet. Lett. Vermittlung kommt wegen des Fehlens des Wortes im Lett. nicht in Betracht. - Falsch GUTZEIT II, 292-293; N92 34-35.
Zusammensetzungen: Norkensäge 'eine starke Handsäge' (schon im J. 1649, Riga; GUTZEIT 1. c.); Stallnorke (nach MASING WbA. aus Lemsal, J. 1684).

Ränk 1971, 56
Norken Holz-Eckverband [zitiert Kiparsky, sonst nichts darüber]


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