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Leitud 2 artiklit

Arrendator der
‣ Varianten: Arendator
{russ. arendator 'Pächter'}
‣ Belege: Walk
'Pächter eines Gutes' de Pächter; et rentnik
Arrendator eines Gutes
Kronarendator
siehe auch Arrende

QUELLEN

Hupel 1774-1782, 55
Arendator oder Arrendator, ein Pachter; Kronarendator, der ein Krongut besitzt

Ewers 1831, 204
Arrendator Pächter

Gutzeit 1859, 50
Arrendator eines Gutes, Pächters

Rig. Almanach 1870, 41, 43, 44
... zum Besuch bei dem Arrendator Friedereich auf dem Gute L.
... den Vorsatz, entweder ein Pfandgut zu kaufen oder eine größere Arrende zu suchen
... die Aufforderung eines ihm bekannten Gutsbesitzers .., dessen neuerworbenes großes Gut ... in Arrende zu übernehmen

Pantenius 1872, 66
Arrendator Pächter eines Rittergutes

Rig. Almanach 1877, 44
der Arrendator des Gutes [Erzählung, spielt in Livland]

Sallmann 1880, 27, 114
ba;Arrendator&bl; 'Meier'
Anderen Grund haben die vornehmen fremdländischen Ausdrücke, die oft bloß des eingebildeten hochtrabenden Klangs wegen ohne allen vernünftigen Grund statt der entsprechenden deutschen gebraucht werden, wie: Acker Student Gutslehrling, Agronom Landwirt, Arrende Gutspacbt, Arrendator Meier, […]

Munier-Wroblewski 1958, 31
Arendator - Pächter

Kobolt 1990, 44
Arrendator mit betonter vorletzter Silbe, m Pächter
russ. arendator 'Pächter'

Pärg der
‣ Varianten: Pärk, Perg, Perk
de Kranz; et pärg

QUELLEN

Hupel 1781-1791, 559
Pärg Kopfbinde

Gutzeit 1887b, 326f.
Pärg (spr. Pärk), der, auch Perg und Perk geschrieben, estnisch, von Hupel [Id. 166f.] erklärt Kopfschmuck, welchen die estnischen Dirnen um ihre bloßen Haare tragen, das Kopfband, sonderlich wenn es breit u. hoch ist. In der Neuen Bildergallerie XIII. 184, Berlin 1805: ein Stück zusammengerollte, mit Taffent, Atlas od. Stoff überzogene, und mit Spitzen, Tressen od. Borden umnähte Pappe, die die Mädchen um das Kopfhaar tragen; dieser Kopfschmuck, Perk, sieht einem Kaskett ähnlich; ist oben auf dem Wirbel offen, vorn nach der Stirn zu hoch wie ein Schild, hinten etwas niedriger und eingebogen. — Häufig auch nur ein hölzerner Reifen ums Haupthar. — Jetzt ist der Perg verschwunden, bemerkt Bertram in 470. IV. 91. vgl. 166a. XII. 560. Eine ganz ähnliche Kopftracht ist der russische Kokoschnik, welcher ebenfalls vor dem Cultureinflusse zurückweicht.

Ojansuu 1906, 88
[zitiert Arvelius, Für Geist und Herz]:
Perk. Eine Ehrentracht, gleichsam der Cranz der ehstnischen Bauer-Dirnen. So bald die Tugend eines Bauer-Mädgens mehr als verdächtig ist, darf sie den Perk nicht mehr tragen, sondern muss die Haube ansetzen..." [Perk = estn. pärg (perg) Kranz, Kopfband, eine kronartige Kopfbedeckung der jungen Mädchen.]

Kiparsky 1936, 57
Pärg, Perk, Pärk [perk] m. 'Kopfschmuck der estn. Mädchen' ‹ estn. pärg 'Kranz, Kopfband, eine kronartige Kopfbedeckung der jungen Mädchen' (zu lapp. bargedet 'flechten'; Setälä Suomen Suku I, 125). - Hupel 166, Gutzeit II, 326-327, Ojansuu 88, Suolahti 117-118.
Heute sind Wort und Sache nur der ältesten Generation in E. und EL. bekannt.


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