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Leitud 7 artiklit

kachi Interj
‣ Varianten: kachi-kachi, kachi-kacha
1. 'Wort zur Nachahmung des Hustengeräusches' de (selten.); et köh-köh
es geht noch immer kachi kachi (oder kachi kachá) 'der Husten dauert fort'
2. selten. 'Wort zur Nachahmung des Niesegeräusches' de hatschi!; et atsih!

DAZU:
siehe auch Interjektionen

QUELLEN

Gutzeit 1874, 3
kachi, " -, ruft man einem Hustenden, seltner einem Niesenden zu; das Wort dient zur Nachahmung des Husten- oder Niesegeräusches. Kachi kachi! oder Kachikachá,! Es geht noch immer kachi kachi (oder kachi kachá), d. h. der Husten dauert fort. — Ein Schallwort, das aber an das hamburgische tagen, Husten und Schnupfen, und an russ. kaschelj erinnert, welches letztere ebenfalls nur Schallwort ist. vgl. tschachi, das nur auf Niesegeräusch sich bezieht.

Kahb
‣ Varianten: Kaehb

kahl Adj
‣ Varianten: kal

vgl bar, siehe auch kapp und kahl, Kahle

QUELLEN

Bergmann 1785, 37
kahl, ohne Hut; unbedeckt mit bloßem Haupt.

Krüger 1832, 333
kahl (plattd. Einfluß) Schnädchen, Krömer, er fällt (statt sticht), trüpfen, betrüpfen, Flicker, rujeniren, kahle Fihß, Kruhs, ein durger Sack (Verschwender) und Herzspohl (das Herz oder der Kröbs im Apfel, auch Gehäuse genannt).

Gutzeit 1874, 6
kal, kahl. Eine kale Maus, armer Schlucker. Schon Lange. Wie nun die Kaufleute sind kahl und bloß gemacht, 194. Nyst. 32. — Bei Bergmann ist kal(kahl) angeführt in einer sonst nicht begegnendenBedeutung: ohne Hut, unbedeckt, mit bloßem Haupt. — Der Blanke oder Kale, der entblößte Hintere. DerKale kam zu sehen durch die zerrissenen Hosen; auf den Blanken oder Kalen etwas (d. h. Ruten) bekommen; einem den Kalen zeigen.

Sallmann 1880, 113
kahl, selbst splinterkahl nackt, ganz entblößt;

Nottbeck 1987, 39
kahl - nackt / E.K.L.R.
Die Kinder liefen kahl an den Strand.


QUELLEN (Informanten)
Lange, Harald: Riga, Südlivland
kahl - nackt


mit kahlen Füßen 'barfuß'. DWA 9. Riga - 21, Livl. - 5, Kurl. - 7, Estl. - 8.

Kahm
‣ Varianten: Kam

QUELLEN

Bergmann 1785, 34
Kahm, der Kahm [Schimmel], kahmicht, kahmig.

Hupel 1795a, 104
Kahn, der, sagen Einige unrichtig st. Kahm (Schimmel) und kanicht st. kamig.

Gutzeit 1874, 9
Kam, der, ist viel häufiger als Kan,Schimmel auf und in Flüssigkeiten.

Ewers 1831, 188
Kahm - der Schimmel auf flüssigen, geistigen Körpern.

Sallmann 1880, 33
Kam, kamig; Kiem, kiemig Schimmel, schimmelig, von Flüßigkeiten, die an ihrer Oberfläche Pilze angesetzt haben und dadurchtrüb geworden sind.

Seemann von Jesersky 1913, 131
Kam oder Kan, Schimmel auf einer Flüssigkeit.

Masing 1926b, 66
Kām, kāmig 'Schimmel auf Flüssigkeiten, schimmlig' (mnd. kām; Schumann, S. 88 kāmig; Frischbier I, S. 331 kām, kāmig).
ebd. auch opr.

Mitzka 1927/1928, 173
gemeinnd.

Kahn der
‣ Varianten: Kan

QUELLEN

Hupel 1795a, 104
Kahn, der, sagen Einige unrichtig st. Kahm (Schimmel), und kanicht st. kamig.

Gutzeit 1874, 13
Kan, der. Das schwed. Kana, Schlitten, deutet auf eine Verwandtschaft mit lett. Kamanas, und russ. Ssani, Schlitten. Im lett. Kama, Scholle, Wasserfahrzeug, 411. Kahn ebenso wie Nachen hier ungebräuchlich. Dafür fast allein: Bot. Doch vgl. Dünakan. Ungewönlich: bei Ankunft ihrer Kähnen und Strausen, 349. IV. 13. J. 1675.

Kahr
‣ Varianten: Kahre

QUELLEN

???, 337
Kahr, Kahre im Pflügen, Pfluggewande ... ein Fluggewende lang.

Kai

QUELLEN

Gutzeit 1874, 5
Kage, die, Kaje. Kagengeld, 57.

Gutzeit 1874, 5
Kai, Kay u. Katze, selbst Kage, früher geschrieben für Kaje, wie man jetzt in Riga spricht, und auch früher sprach. Im brem. Wörterbuch: Kaje. Brotze, in 228. 4. 10 sagt: Dieses Wort, Kaye, spricht man insgemein Kaaje aus; es ist der schmale, längs der Stadt (Riga) hin am Ufer des Flusses fortlaufende Raum; es ist aus dem Holländischen entlehnt. — Gadebusch (325) sagt: Kaye, holländisch kaai oder kaa, franz. quai, wird, namentlich in Hamburgs das eingefasste Ufer der Elbe genannt; sodann der Platz hinter der Einfassung des Flusses, wo man die aus den Schiffen geladenen Waaren auflegen kann. — Auf die Kay oder Bolwerk bringen, 148. Begehrte Erbauung der Krubbenwerke anstatt der Cajcn, Befehl von 1658 in 349. XV. 1; den Hering ohngezirkelt von der Caje wegführen, 365. J. 1666. Solange die Stadt-Caye mit der Krons-Caye unterm Schlosse in einer Linie nicht verbunden ist, rig. Ratsprot. v. 1723. Stadtkaje, das der Stadt, Kronskaje, das der Krone gehörende Bolwerk. vgl. 174. 1869. 239. An der Kaje, 172. 1768. 282.
Schiffe an der Stadt-Kaye, 195. rot. B. 800. Die rig. Ordonnance für den Kay-Meister (313) vom J. 1738 hat nur: Kay. Wenn die Kay oder auch die Flossbrücke voll liegt, 3l3. Ein Schiff soll sich von der Kay auf den Strom legen, 69.
In allen Gestalten und seit jeher weiblich, nicht männlich, wie in Grimm's Wtb. Im Allgemeinen jetzt mehr ein Wort der amtlichen Schriftsprache st. des sonst allgemein üblichen Bollwerk. In Zusammensetzungen wird theils nur Kaje, theils nur Bollwerk benutzt, so in Kajendiener, Kajenmeister und nicht Bollwerksdiener. Dagegen Bollwerksabgaben. Ebenso: Weinkaje und nicht Weinbollwerk, d. h. Anlande- und Lagerplatz an der Düna für Wein; Kiepenholmsche Ballastkaje, in Riga, Damm, auf dem der ankommende Ballast ausgeschüttet wird; Holzkaje, an der die Holzböte stehen; Salzkaje , wo die Salzschiffe ausladen; englische Kaje, unterhalb der Karlsschleuse, für englische Schiffe; Kolenkaje, für Steinkolen, bei der anglikanischen Kirche; Heringskaje , auf Klüversholm; Dampfschiffskaje.

Kobolt 1990, 136
Kai (häufig Quai) geschrieben und franz. ausgesprochen) m Ufereinfassung im Hafen
mnd. kaje Ufereinfassung; Br.Wb. Kaje Ufer; schwed. kaj; schl. Kaje Schutzdeich; nhd. Kai gemauertes Ufer, Uferstraße zum Beladen und Entladen von Schiffen.


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