[BSS] Baltisaksa sõnastik

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f

DAZU:
siehe auch Aussprache

QUELLEN

Gutzeit 1864, 268
f Lautet in der Mitte vieler Wörter in der gewönlichen Rede, wie das auch in Deutschland vorkommt, wie w : Briefe, Fünfer, fünferlei, Schelfer, schelfern, schelfrig, steife, steifer, steifest, Steifigkeit, schiefe, schiefer, schiefest. Lose und Hufe; seltner in Wolfe, Löfe und Höfe, selten od. nie in : Tiefe, tiefer, riefen, triefen, schliefen; nie in raufen, rufen. Früher war die w - Aussprache viel häufiger, und man findet z. B., in Gilbert (328) selbst geschrieben Howe u. Huwe st. Hofe u. Hufe, u. Hewen gew. st. Hefen.
f od. ff mit vorlautendem u. geschärftem e od. ä, seltner i , ö, u und ü, Laut, der entsteht, wenn der Atem durch die verengte Mundspalte mehr od. weniger schnell eingezogen wird. Oft 1) als Ausdruck des Schmerzes bei Verbrennung od. Verwundung. In Sanders Wörtern.: st. 2) als Ausruf, wenn man im Versehen etwas umstößt od. fallen lässt, wenn im Billardspiel der Ball weiter läuft, als man wünscht u. s. w.

Gutzeit 1864, 268
f mit nachlautendem ä od. e, Laut, der entsteht, wenn man durch die verengte Mundspalte bläst, um eine heiße Flüssigkeit abzukülen, oder um Schmerz u. Hitze bei einer Hautverbrennung zu lindern.

Gutzeit 1886, 253
Das deutsche F vertritt slawisches u. russisches w, b, p, ch u. chw (в, б, п, х, хв). Dies ist von den Sprachforschern oft übersehen worden u. daher z. B. bei Furche u. furchen nicht an russ. бора u. борозда, u. бороздить, пороть u. порвать, bei Fraß u. befehlen nicht an брашно u. повелѣть gedacht, bei fäch u. Feh (Veh), Pfad, fal, fallen, Falz u. falzen, faren, Fasel u. wachsen, Feier, Feile, fassen, feist u. Feiß, Ferse, Fesen, First, flach, Flamme, Fleck u. fleckig, Fleisch, Flinse, Flise, Flocke, Floss, Forst, frast, fratt u. fratten, freien, frisch, fromm, Frone u. fronen, Fuse nicht an векша, падъ, половый, валить, пазъ u. пазить, пазгать, варять, поять u. хватать, пила, пѣстать, пята, овесъ, вершина, пологiй u. плоскiй, пламя u. slaw. поломя, пега u. пѣгий, плоть, блинецъ, плита, волокно u. хлопьѳ (u. клопъ), плотъ, хворостъ (dieses auch = Horst, Strauchwerk), простый, прѣть, прiятъ, прѣсный, прямый, прония u. прониять, быза. Das F stimmt außerdem in Fitze — вица, feuchten — вихтевать, Schwefel — жупель. Ebenso altn. u. nd. fors — vorsch, bei Kaiser Constantin φόρος, russ. порогъ. Ein Wechsel von F u. P ist vermutlich auch in dem altnord. Namen der Erdgöttin, der Mutter des Donnergottes, Fiörgyn gegenüber dem slaw. Perun u. lit. Perkunas anzunemen, nicht oder Fiörgyn auf got. fairguni u. dieses auf ein älteres Perchun, Perhun zurückzuleiten, wie Grimms Wb. tut (II. 1052) und auszusprechen, dass die Litauer ihren Donnergott Perkunas, die Slawen Perun nennen, „weil man den Donner vom Berg niederfahren ließ.“ Die slaw. Sprachforscher können Perun viel ungezwungener zurückfüren auf прать — перу (griech. περάω u. πείρω); Perun ist danach Schlagender, Treffender. Doch vgl. 472c. 29. — Das den Slawen, bez. Russen unbequeme F wird auch bei Февронья im gemeinen Leben in Хавронья, bei Филька in Хвилька, bei Futter in хутра verwandelt. Eine Reihe andrer Wörter u. Namen in 472b. 11 u. 12 u. in 472c. 27 u. 85. Beispielsweise können auch die ganz deutsch klingenden Familiennamen Freisleben u. Bockslaff in slaw. Predi-, Pridi- oder Prißlaw u. Bogußlaw wiedergefunden werden. I m Estnischen wird deutsches F durch W vertreten, z. B. Fräulein — Wreilein; im Lettischen durch P u. Sp, z. B. Strafe — strape, Franz — Spranzis. —
F soll gesprochen werden, behauptet Grimms Wtb., „von uns Allen“ in Valentin und Venus u. ä., daher auch fagiren (vagiren). In Livland lautet Valentin u. Venus wie Wa-lentin u. Wenus, u. ebenso in allen Wörtern mit v, welche aus dem Lateinischen, Französischen oder Polnischen stammen: ventiliren, Valérie u. Valesca. Ins Deutsche übergegangene Wörter andrer Art zeigen dagegen V=F, z. B. Vogtei, Vogt, vexiren, wie Fogt, Fogtei, fexiren.
Das zwischenlaufende F wird, entsprechend dem früher bei uns üblich gewesenen Niederdeutsch, oft wie W gesprochen Briwe, Fümwer, Steiwigteit, Howe st. Briefe, Fünfer, Steifigkeit, Hofe. Doch verliert sich dieser Gebrauch. Selten daher noch: wir dürwen st. dürfen, Wölwe st. Wölfe; sehr gew. jedoch Schelwer u. schelwern st. Schelfer u. schelfern, aber kaum mehr Schwewel f. Schwefel. In Reval, Hannover u. Frevel hört man in Livland nur w, in Estland: Re-fall.
Grimms Wtb. sagt S. 1212 unter FF,dass zur Stunde Niemand weiß, ob man schreiben soll Popof, Popoff oder Popow. Die Antwort ist eine sehr einfache u. die richtige Wiedergabe nur mit w, das wie: ff gesprochen wird, wie „und“ u. „Hund„gesprochen werden unt u. Hunt, aber doch nur geschrieben und u. Hund.
Aus etwas kein f machen können: sich nichts herausgestalten, sich kein Bild von etwas machen können, kein vollständiges Ergebniss erzielen u. dgl.

Gutzeit 1898, 10
Zu dem über F in den Nachträgen von 1886 Gegebenen ist hinzuzufügen, daß für anlautendes deutsches F durch die ganze russische Sprache P läuft: fasten — постить, Feier — пиръ, Feile — пила, Feld — поле, Fichte — пихта, fal, falb — половый, flach - полоскiй und пологiй (abschüssig, abhängig), Fläche — пологъ, Flamme - пламя, slaw. поломя, flechten — плести, Fleisch - плотъ, Flise — плита, Floss — плотъ, flößen - плавить, fragen — просить (precari), Pflaster — пластырь, Pflug — плугъ, fratt und fretten — преть, Freund, altn. friandr — прiятель, Volk — полкъ, frisch — прѣсный, voll und füllen — полный und полнить, für, vor, von, vorder — передъ, пpo, goth. hlaifs, engl. loafe, altn. hleifr, altschwed. lef, dän. lev — хлебъ u. a. Seltener dafür russ. б: Före — бoръ, Furche — бoрa, Floh — блоха, Furt — бродъ, Fraß — брашно; noch sparsamer хв: fassen, nnl. vatten, schwed. fatta —хватать, kleinruss. фатати neben хватати, slaw. по-яти, Forst — хворостъ, kleinruss. auch форостъ. In änlicher Weise findet sich das griechische, dem skandinavischen F nachgeschriebene russische Ф mit russ. P, B und W (П, Б, В) wiedergegeben schon in den skandinavischen Namen des anfänglichen Russlands, welche in den russisch-griechischen Verträgen von 907, 911 und 945 uns aufbehalten sind. vgl. W. v. Gutzeit, die skandinavischen Namen im anfänglichen Russland, I, II und III, Riga, 1880.

Rackergrube die

QUELLEN

Gutzeit 1887a, 2
Rackergrube. Ehr hatte sein Hauß zur Rackergroben gemacht, den(n) sein Knecht hatte einen hunt in dem Thorwege gehangen, 483. 25. J. 1592.


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