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Leitud 4 artiklit

anderwegen Adv
‣ Varianten: anderswegen, anderwegs
{mnd. anderwegene 'anderswo'}
‣ Belege: Kurland
de anderswo, anderwärts; et mujal
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QUELLEN

Gutzeit 1859, 36
anderwegen, anderswo, anderwärts. Bei Grimm in abweichender Bed.

Gutzeit 1886, 39
anderwegen Gew. Grimm fürt nur „anderwege“ in andrer Bed. auf. Ebenso felt dort: anderwegs und anderwegens und anderswegen, die alle 3 bei uns gew. sind.

Masing 1926b, 31
Zusammengesetzte Adverbien (Lasch, § 394 IV; Lübben, § 86, 87): anderwegen (Kurland) „anderswo“, mnd. &ema;anderwegene, […]

griesgrau Adj

QUELLEN

Kobolt 1990, 118
griesgrau Adj. mausgrau
mnd. grîs weißgrau; Br.Wb. gries grau, greis; lbg. gris weißgrau; pomm. griis grau; Gött. gris grau; schl. gries greis, grau; pr. &ema;grisgrau&eml. Das Wort ist auf Pernau beschränkt.

Korst
‣ Varianten: Korste

QUELLEN

Bergmann 1785, 39
Korst (Kruste) Rinde.

Krüger 1832, 333
(plattd. Einfluß) Schnädchen, Krömer, Korst, er stillt (statt stiehlt), trüpfen, betrüpfen, Flicker, rujeniren, kahle Fihß, Kruhs, ein durger Sack (Verschwender), und Herzpohl (das Herz oder der Kröbs im Apfel, auch Gehäuse genannt).

Mitzka 1923, 19
Korst - Brotkruste

Uustalu 1982, 153
Korst Wenn ... ein starker Platzregen fällt/ ... so wird auf das besäeten Acker eine harte Korst ... (117): korste, kost f. 'Kruste, bes. vom Brot' (Sch.-L.)

Kobolt 1990, 157
Korst m Rinde des Brotes, Kruste
mnd. korste, kost Kruste, bes. vom Brot; plattd. Köst Kruste; westf. Korste Kruste; Br.Wb. Korste Rinde am Brot; pomm. Köste, Körste Rinde; pr. &ema;Körste&eml.

Mist der
‣ Varianten: Miss

QUELLEN

Gutzeit 1887b, 241
Mist. Grimms Wtb. sieht das Wort an als eine Zustands- od. Tätigkeitsbildung der deutschen Wurzel mig, nd. mîgen harnen, und verweist zugleich auf lat. mingere u. griech. δμιχετν. Es wird indessen übersehen griech. μινδος Menschenkot, — was die schon unwahrscheinliche Zusammenbringung mit mig und migen noch unwahrscheinlicher macht. Es scheint aber auch Zusammenhang zu bestehen mit der slaw. Wurzel met,(месть fegen, keren) wovon russ. пометь, slaw. ssmetj Mist u. a., oder auch mit Mott, engl, mud, russ. муть, мотыло, u. a. vgl. Seemist.
Im alten Mist. 328. 148. J. 1649 u. in späteren Auflagen; im neuen Mist, ebda; Gewächs, welches im neuen Mist gewachsen (vgl. Grimms Wtb. 4), ist ungesund u. leidet leichtlichen von Würmern Anstoß, ebda 97; der Hauswirth soll 5 Pflüge jährlich zum Bahland oder neuen Mist legen, 330. 8; im frischen und alten M., ebda. 12. — Blau Land hält den Mist nicht lange, 328. 103; grau Land hält keinen M. lange, ebda. — Die Felder unter M. bringen, 330. 3; die abgenutzten Buschländer unter M. bringen, 193. II. 2. 1206. — Den M. verlängern durch Gras, Strauch u. a., 330. 9.
Auf den Mist kommen od. geraten, in üble Verhältnisse, auf den Dreck. Auf dem Mist enden, in übelsten Umständen.

Gutzeit 1887b, 240
Miss, der, st. Mist. vgl. Mißbet und Missland.

Gutzeit 1894, 27
Mist. Der Hinweis im Wörterschatz auf месть-мести fegen, mit dem Besen kehren, erhält eine Bekräftigung durch das lett. mesls Kehricht, Gefegtes, ebenso durch das asl. sъmetь. Mist von mesti.

Martin 1925/26, 135
Die baltischen Antworten, die sich übrigens schon gleichmäßig auf das alte Estland, Livland, Kurland verteilen, bieten im allgemeinen &ema;Jauche&eml;. Wolmar (Lettland) hat daneben Würze, Dorpat Mist (neben Jauche); Winterfeld (Kr. Riga) und Annahütte (Kr. Windau) bieten Dung neben Jauche.


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