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Chomutt
‣ Varianten: Chomut
Kummet

QUELLEN

Ewers 1831, 206
das Kummet

Gutzeit 1864, 169
Chomutt, gew. das, wie schon Hup. anf., seltner der, Kummet. Einige gebrauchen es nur in der Mz., die Chomutte u. Chomutten lautet. Hupel schreibt nach dem russ. Wort mit einem t.

Bienemann 1911, 236f.
[...] die Schiffe lagen alle, der Länge nach, längs dem Bollwerk und den beiden Seiten der Floßbrücke vor Anker, waren zugänglich auf Balken- und Bretterstegen und waren die Sammelpunkte der guten Gesellschaft. Auf vielen Schiffen waren Musikkorps, die abwechselnd fröhliche Weisen, zumeist Tänze, erschallen ließen. Das Wenditzsche Schiff, ein Lübecker Segelschiff, das auch Reisende nach und von Lübeck beförderte, lag gleich am Bollwerk an der Floßbrücke, als wir es bestiegen, fanden wir die Foelckersahms schon vor. Auf dem Schiffe war eine Militärmusikkapelle postiert, während die Gesellschaft sich auf dem mit Kränzen und Girlanden geschmückten Hinterdeck am Steuer aufhielt und mit Schokolade und Eis bewirtet wurde. Auf der Brücke, die für ein paar Stunden für Fahrzeuge abgesperrt war, drängten sich so gewaltige Volksmassen, daß die „Klappen“ der Brücke zu sinken begannen und ein paar Zoll hoch überflutet wurden.
Der Strom bot ein buntes, heiteres Bild; die zahlreichen Kauffartenschiffe, alles Segelschiffe, hatten in reicher Menge Flaggen und Wimpel gehitzt, und zwischen den Schiffen fuhren unzählige girlandengeschmückte Ruderboote, mit fröhlichen, festlich gekleideten Gesellen umher, aus welchen oft hübsche Gesänge erschallten. -
In dem damaligen Riga war das öffentliche Fuhrwesen nicht sehr entwickelt, weil die meisten Familien der zahlreichen Kaufmannschaft, der Rat und die höheren Krons- und Landesbeamten, selbst Equipagen hielten, denn Pferde, Heu und Hafer waren nicht teuer und der Lohn der Kutscher nicht hoch. Ein großes russisches Pferd aus den Gestüten der inneren Gouvernements konnte man für 150 Rubel S. erstehen. Bei den Privatequipagen sah man ausschließlich russischen "Chommut".Anspann und russisch gekleidete Kutscher; nur der Rat fuhr mit deutschem Geschirr, und seine Kutscher hatten deutsche Livree, die minder wohlhabenden Familien brauchten zu den Visitenfahrten und zu Ausfahrten aufs Land von Fuhrmannswirten des deutschen Fuhrmannsamtes gemietete Equipagen, die zu Stadtfahrten russisch, zu Landfahrten deutsch, mit Sielen bespannt waren. Jede Familie hatte ihren stehenden Fuhrherrn, wir Herrn Fuhrmann Töpfer, die Kleins Fuhrmann Philipp. Zu den Stadtfahrten stellten die Fuhrmannswirte viersitzige Wagen, später auch "Glaskaleschen"; zu den Landfahrten, die von größeren Gesellschaften gemeinschaftlich unternommen wurden, "Stuhlwagen", ohne Federn, mit 4-5 in Lederriemen hängenden Sitzbänken; diese Wagen wurden von Pferden langgespannt gezogen, die vom Sattel von dem Kutscher gelenkt wurden. In der Stadt fuhren die Lohnequipagen ohne, aufs Land hinaus stets mit Glocken. Kleinere Gesellschaften machten die Landfahrten in Kaleschen, in C-federn hängend und mit ledernem Ober- und Seitenverdeck, oder auch in viersitzigen „offenen Strauchwagen", ohne Federn. - Zum täglichen Verkehr dienten die Nummerwagen des Fuhrmannamtes, entweder federlose zweisitzige "Korbwagen" oder zweisitzige, in C-federn hängende "Chaisen", beide Arten zweispännig und ohne Verdeck. Städtische „Fuhrmannsstände“ gab es, soviel mir erinnerlich, nur zwei: auf dem Dünamarkt und auf dem Bastionsplatz zwischen der ersten und ersten und zweiten Sandpfortenbrücke. Der dritte mir bekannte Fuhrmannsstandplatz war jenseit der Düna auf der Kobernschanze, links von der Elephantenbrücke, und von „undeutschen“ Fuhrleuten, die nicht zum Amte gehörten, den sogenannten "Kasefuhrleuten" oder auch "Kaseliner" genannt, besetzt. Das Geschirr war deutsches Sielengeschirr, die Leinen waren einfache Hanfstricke und die Fuhrleute waren in Kragenmäntel gekleidet, mit Mützen auf dem Kopfe, und dem Nummerschilde hinter dem Kragen, mit einer Schnur um den Nacken befestigt. Im Winter fuhren die Standfuhrleute mit breiten, dreisitzigen, mit zwei Pferden bespannten Schlitten, die hinten gewöhnlich ein Trittbrett hatten. Einspännige Fuhrmannsfahrzeuge gab es damals nicht.

Seemann von Jesersky 1913, 110
Chomutt, хомуть, Kummet

Kiparsky 1936, 151
Chomutt [xomút], Chamutt [xamút] n., m. 'Kummet' ‹ r. хомуть id. Belegt nach GUTZEIT I, 169 seit 1784, während im 17.-18. Jh. Kummet und Kumpt in Gebrauch waren. Durch Kontamination entstanden Kummutt [kumút] Chumutt [xumút], Kamuten pl., Kommutt (HUPEK 105; 122; GUTZEIT II, 13; 73; 116-117, JESERSKY 138).

Nottbeck 1987, 26
Chomutt (rus.) - Kummet / K.L. Chomutt war nur in Livland und Kurland gebräuchlich.


QUELLEN (Informanten)

zu 19) bei einem Einspänner-Wagen gab es zwei Feuerstangen. Der Gaul bekam ein „Chomutt“ (aus dem Russischen) um den Hals, an welches an jeder Seite je ein Dzennungs (oder Guzhe = russisch! гужi) angebracht waren zum Befestigen des Krummholzes.
Eine Gabel-Deichsel kam bei unseren Fuhrmannsdroschken vor, das sind zwei Femerstangen, die am Ende durch eine Querstange (mit Eisenverstärkung) verbunden waren. Anspann wie üblich: Chomut mit Schlehe, am Chomut die beiden Sielen angebracht, die am Schwengel endeten.

Lemm, Robert von: Reval, Dorpat
die Chomutte, das Chomutt - das Kummet, d. hölzerne, gepolsterte ovale Ring, der den Pferden auf den Hals gezogen wird, um daran die Fimerstangen, das Krummholz zu befestigen.


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