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Gratsche die

QUELLEN (Informanten)


Gratsche, die WL 8,14. 1. „Kratsch“, altes Weib, unausstehlicher alter Mensch. 2. Rechen, Harke (O. Reim, R. Jakobsen Dorpat); 3. (russ.) Saatkrähe (H.Scheinpflug, Dorpat); 4. Fliegenklatsche (M.Greinert, Dorpat). - So gut wie unbekannt.

Mämmele das

QUELLEN

Gutzeit 1882, 206
Mämmele, das, (erste betont), altes Weib u. dann ein altes Weib von Mann. Ebenso in Aachen, vgl. 161. Einen anderen Sinn hat russ. мямля stumpf und träger Mensch.

Gutzeit 1892b, 33
Mämmele, nennen einige Töchter liebkosend ihre Mutter.

Mensch der/das
1. de Hausknecht, Arbeiter
2. 'verächtlich für Weib'

QUELLEN

Inland 1836-1863, 719
„Das Schlimmste, was einem hier begegnen kann, ist ein „Mensch“ zu sein (S. 389)" hört jetzt in Folge der Bauerfreiheit auf.

Sallmann 1880, 55
Die vierte Classe der steuerpflichtigen Arbeiter bilden die freien Leute, Lostreiber, und kann jemandem einerseits nichts schlimmeres begegnen, als ein Mensch zu sein (ein Schüler erzählte einmal, er habe sich am Martiniabend als „Mensch“ verkleidet gehabt, und niemand hätte ihn erkannt), so wird andererseits nie von anständigen Leuten, sondern Menschen gesprochen, weil jener Ausdruck die Dienstboten bezeichnet.

Gutzeit 1887b, 234
Mensch. Auffallend, dass in Grimms Wtb. nicht auf estn., mees, lat. mas, auf russ. мужъ, poln. maś (spr. monsch), altslaw. мажь. (monž)' hingedeutet wird. Diese Verwandtschaft macht die Angabe, dass Mensch das Beiwort människ sei, fraglich. Bei der jetzt beliebten Ansicht von nasalirten Wörtern, kann Mensch als ein solches von mees und mas angesehen werden. Da das lett. wihrs, lit. wyras Mann lautlich zusammenfällt mit lat. vir, so ist zu bezweifeln, dass lat. vir entstanden sein soll aus ϊς mit „vorgesetztem“ Digamma. Wenn Pott von der Sanskritwurzel mand, das lat. mundus herleitet,so kann auf dasselbe mand auch Mann und Mensch zurückgeleitet werden. Mundus wie franz. monde sind eine Gesammtheit von Menschen.]
Schon bei Hupel in der Bed. von Diener, Knecht, Kerl oder Junge, oft auch schlechtweg ein Mensch: die gewöhnlichen Benennungen des lettischen Hofgesindes, 319. 124; mein Mensch ist krank, d. h. mein Diener, Kutscher u. dgl. Im Russ. entsprechend, doch enger der Ausdruck человѣкъ, da derselbe nur Diener, Bedienter bezeichnet. Sallmann (390c. 53): und kann jemandem nichts schlimmeres begegnen als ein Mensch zu sein (ein Schüler erzählte einmal, er habe sich am Martiniabend als „Mensch“ verkleidet gehabt, und niemand hatte ihn erkannt.) Dies will aber nur besagen, dass der Schüler sich als Diener, Knecht oder sonstiger Dienstbote verkleidet hatte!
Das Mensch, verächtlich f. Weib. Ein deutsches Mensch, 172. 1773. 251. Auch heute gew. und in derselben Bed. wie in Deutschland. Im Gen.: Mensches, im Dat. Mensch, in d. Vz. Mensche, zuweilen Menscher, wie z. B. Viehmenscher als Schimpfwort.
Menschen, im Sinne von Gästen, Besuchenden. Bei uns waren einige Menschen. Im Munde Einiger gew.; Anderen auffallend. Bei Studenten in gleichem Sinn wie: Leute.

Gutzeit 1898, 22
Mensch. Wie Gottes Mensch erscheinen oder sich zeigen, d. h. nackt.

Seemann von Jesersky 1913, 148
Mensch, Hausknecht, Arbeiter. Da muß man den Menschen holen.

Westren-Doll 1921, 177
2) Im Plattdeutschen gebraucht man minsch (D.S.) im Neutrum im Sinne „Weib“. Bei uns hört man das Mensch in wegwerfender Bedeutung auch nur von einer weiblichen Person: das lüderliche Mensch.

Vegesack 1963, 38
Altes Mensch versterben muss, wer gebort ist.

Wrack das

QUELLEN

Kobolt 1990, 288
Wrack n etwas Unbrauchbares, Beschädigtes, Krankes, speziell ein brüchiges Schiff, Trümmer eines Schiffes.
mnd. wrak, wrack untauglich gewordenes Schiff; Br.Wb. Wrak Trümmer eines an den Strand geworfenen Schiffes; was als untauglich ausgeschossen wird; lbg. Wrack etwas unbrauchbar Gewordenes, schwer beschädigtes Schiff, gebrechlicher Mensch; pomm. Wrak das Untaugliche; Trümmer eines geschuß, untaugliche Ware; nhd. Wrack gestrandetes, auch altes Schiff; gesundheitlich heruntergekommener Mensch.


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