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Weib das

QUELLEN

Hupel 1795a, 261
Weib f. Frau.

Petri 1802, 103
Weib heißen blos die Bäuerinnen. Würde man eine Deutsche so nennen, so wäre das die höchste Beleidigung. Alle deutsche verheirathete Frauenzimmer heissen Frauen, und unverheirathete wollen auch nicht gern einmal Mädchen heissen, weil man dieses Wort ebenfalls von den Töchtern der Bauern braucht. (!) Lieber lassen sie sich Mamsell oder Jungfer nennen.

Sallmann 1880, 55, 132
dagegen wird Weib, mit und ohne Zusammensetzung, in der Regel nur noch von Personen niederen Standes, doch keineswegs verächtlich gebraucht, in dem poetisch und biblisch idealen Sinn des Altertums nur hin und wieder in dem traulichen Verkehr von Eheleuten. Hausweib heißt stehend die Frau des „Hauskerls“.
Weib Bezeichnung für eine niedere Bedienstete aus dem Bauerstande, während es beleidigend wäre, das Wort für eine deutsche Frau zu brauchen, und wenn sie von niedrigstem Stande wäre und als Magd diente. In vielen Zusammensetzungen häufig: Aepfelweib Verkäuferin von Aepfeln, Apfelsinenweib Verkäuferin von Apfelsinen, Beerenweib Beerenverkäuferin, Bettelweib, Brotweib Herumträgerin von Brot, Hofsweib Gutsbäuerin, Aufseherin über den Gutshof, Hausweib Hausaufseherin, Milchweib Milchverkäuferin, Soldatenweib, Waßerweib Zuträgerin von Waßer, Weckenweib Zuträgerin von Weißbrot, Zeitungsweib Austrägerin der Zeitung.

Haus und Herd 1901, 643
Altes Weib, Armes Weib (diese Kuchensorten sind im Text nicht erklärt.)


QUELLEN (Informanten)
Schönfeldt, Alfred, Sen.: Riga, Petersburg, Estland; Tode, (Jo)hanna: Riga
[zu Sallmann] bekannt


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