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ätsch Interj
de (als Ausdruck des Rechthabens)
‣ Synonyme: Kuchen auch!
siehe auch Interjektionen

QUELLEN (Informanten)

Lange, Harald: Riga, Südlivland
Ätsch!!! oder Kuchen auch!!!, als Ausdruck der Rechthabens

dötsch Adj

QUELLEN

Kobolt 1990, 86
dötsch Adj., Adv. dumm, dummerhaft
lbg. dötsch dumm, töricht

Fitsch
et vits

QUELLEN

Gutzeit 1864, 283
Fitsch (Fitsche) einem Kinde geben,Ruten.

latsch Adj

QUELLEN

Sallmann 1880, 74
latsch litsch lātsch

Gutzeit 1882, 152
latsch, (ᴗ), schlaff, schlapp, s. latschig (ᴗ). In Aachen (161), was in Grimms Wtb. übersehen, auch: schielend.

Gutzeit 1882, 152
latsch, (—), in der Bed. von faul, träg, erinnert wie lasch (vgl. Grimms Wtb.) an franz. lâche, aber auch an lett. laisks träg, faul, verdrossen und an estn. laisk in ders. Bed.

Latsch der

QUELLEN

Gutzeit 1882, 153
Latsch, (—), der, für männliches Geschlecht, Latsche, die, sowol für männl. als weibliches: schwerfällige und plumpe Person in Haltung, Sitzen, sich Stützen und sich Legen. Nie auf den schleppenden, „schlürfenden“ (!) trägen Gang bezogen, wie Grimms Wtb. angibt. Unter den mundartl. Bedeutungen, die Grimms Wtb. anführt, fehlt die aus Aachen: Latsch, der, nachlässiger Mensch, „vielleicht von latschen (s. Adelung) nachlässig gehen (161); ferner die aus Posen: Latsche, Person, die nachlässig und unordentlich in ihrem Anzuge ist, 163.
Grimms Wtb. meint, daß Latsch wol eine Ableitung mittelst isch von einem älteren Lat sei. Die bei uns übliche Bedeutung deutet eher auf einen slav. Ursprung und zwar auf sl. лось, der große Bär und auf das dem лось entsprechende lett. lahzis Bär. Man darf aber auch nicht übersehen die deutschen Wörter Letsch, Leetsch, Lötsch Hund, Leutsch und unser Flatsch (—) plumper bärenhafter Mensch.

Seemann von Jesersky 1913, 143
Latsch, plumper, schwerfälliger Mensch, let. lahzis, Bär.

Lätsch das
‣ Varianten: Letsch

DAZU:
siehe auch Kinderspiele

QUELLEN

Kobolt 1990, 171
Lätsch, Letsch n Kinderspiel „Greifen“
schl. Lett, Lets, Letsen beliebtes Kinderspiel, Greifen; in Verbindung zu letzt.
Eine offenbar auf Pernau beschränkte Bezeichnung.

Letsch
‣ Varianten: Lätsch

litsch

QUELLEN

Sallmann 1880, 70, 74
litsch latsch

matsch Adj

QUELLEN

Gutzeit 1887b, 221
matsch, einem Brei ähnlich, in Brei verwandelt, breiig-weich; stärker in der Bed. als matschig. Die Beren sind ganz matsch. Gew.

Matsch1 der

QUELLEN

Gutzeit 1887b, 221
Matsch, der, als Rufname für den Star, wie in Deutschland und auch hier: Matz u. Mätzchen. Angefürt auch in 411 (Brasche). Lett. matschinsch die Singdrossel.

Kiparsky 1936, 96
Matsch [matš] m. 'Starmatz' vielleicht ‹ lett. mač[iņš] 'Singdrossel'. GUTZEIT II, 221. - Jedenfalls liegt hier die Umgestaltung des d. Matz in Anlehnung an das Lettische vor, da das bd. Wort nur in K. und LL. vorkommt.


QUELLEN (Informanten)
Hollimann, Oskar: Riga
die Matschen Staare, Goldingen / Kurland.
so wurden in seiner Kinder- und Jugendzeit in Goldingen die Staare genannt.

Matsch2

QUELLEN

Gutzeit 1887b, 221
Matsch, der, dicker Brei. 1) Von Straßenkot. Auf der Straße ist ein schrecklicher Matsch. Vgl. russ. мѣселъ, Straßenkot. Gern verbunden mit Quatsch oder Patsch. Es ist ein Matsch u. Quatsch, der schauderhaft ist; täglich durch den Regen ist Matsch u. Quatsch. — 2) Vom Erdreich. Das Erdreich war dort ein Matsch (und ein Quatsch), d. h. ein richtiger Sumpf. — 3) Von Speisen. Die essen auch ein(en) Matsch, elendes Zeug.— 4) Von Früchten. Die Beren sind Matsch, die faulen Kartoffeln sind ein Matsch. — 5) Von schmelzendem Schnee. Der Schnee ist zu einem Matsch geworden. — Hupel erklärt dicker, schmutziger Brei, durch Zerdrücken entstanden (wie in Posen). — Etwas zu Matsch und Brei machen, ganz u. gar zermatschen oder in Brei verwandeln.

Seemann von Jesersky 1913, 147
Matsch, breiige Masse, Straßenkot.

Flügge-Kroenberg 1971, 30
Matsch 'matschig, aufgeweichter Boden bzw. Schneematsch'.


QUELLEN (Informanten)
Freytag-Löringhoff, Udo Baron: Gut. Rawen (Kurland)
Matsch, Dreck, etwa auf nassen Straßen.

nitsch

QUELLEN

Gutzeit 1887b, 291
nitsch (ᴗ), nichts, vgl. nischt. Nicht nitsch nicht plitsch, d. h. gar nichts (von Bedeutung).

nutsch

QUELLEN

Gutzeit 1887b, 297
nutsch (ᴗ), was nuscht.

patsch Interj

QUELLEN

Gutzeit 1887b, 331
patsch (ᴗ) .Patsch patsch arbeitet die niedliche Hand (Mücken tödtend), 378. II. 109.

Patsch der

QUELLEN

Gutzeit 1887b, 331
Patsch (ᴗ), der 1) Straßenkot. Oft verstärkt durch Quatsch. Das ist mal ein Patsch und ein Quatsch. Zu Grimms Wtb. 2). — 2) schlechtes Essen, Fraß. Die N.'s essen auch ein(en) Patsch und ein(en) Matsch.

ratsch Adj

QUELLEN

Sallmann 1880, 75
ratsch ritsch ratsch

Gutzeit 1898, 26
ratsch (ᴗ), von etwas Zerreißenden und von Hieben. Hauptsächlich mit ritsch (-).

ritsch Interj

DAZU:
siehe auch Interjektionen

QUELLEN

Sallmann 1880, 39, 75
ritsch ratsch geht's, wenn ein Zeugstück rasch zerrißen wird.
ritsch ritsch rātsch

Gutzeit 1887a, 51
ritsch (-), Schallwort zur Bezeichnung des schnell oder mit Geräusch Geschehenden. Ritsch, versetzte er ihm eine Ohrfeige; ritsch, riss das Zeug auseinander. Davon ritschen, ab-, überritschen. Verstärkt durch Verbindung mit ratsch. — In Grimms Wtb. nicht angezeigt, ob i gedehnt oder geschärft ist, ebenso wenig hinsichtlich des a in ratsch, welches bei uns stets gedehnt lautet.)

rutsch Interj

QUELLEN

Gutzeit 1887a, 75
rutsch (ᴗ) Rutsch ging es den Eisberg hinab, d. h. schnell rutschend, rutsch war der Hund in der Tonne, schnell, rutsch ging die Sache vorwärts, schnell. In der letzten Bed. (schnell) fällt das Wort zusammen mit dem in Grimms Wtb. verzeichneten rusch oder rüsch.

wutsch Interj

siehe auch herauswutschen


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