[BSS] Baltisaksa sõnastik

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Dung der

QUELLEN

Martin 1925/26, 135
Die baltischen Antworten, die sich übrigens schon gleichmäßig auf das alte Estland, Livland, Kurland verteilen, bieten im allgemeinen Jauche. Wolmar (Lettland) hat daneben Würze, Dorpat Mist (neben Jauche); Winterfeld (Kr. Riga) und Annahütte (Kr. Windau) bieten Dung neben Jauche.

hung

QUELLEN

Gutzeit 1889b, 551
hung [...]. Ein hung [...] ist 11 Mark 30 ß; in 349. XXVII. 1. J. 1614—17 öfters das Zeichen für hungarische Gulden. Davor gegeben 3 hung [...] ist 35 Mark 18 ß, ebda.; abgewettet mit 5 hung [...] ist 59 Mark 6 ß, ebda.

-ing

QUELLEN

Gutzeit 1889b, 491
Hanting f. Händchen. vgl. chen S. a68b.

Gutzeit 1889b, 557f.
-ing, als Endung von Hauptwörtern war früher gew. statt ung; dagegen nus häufig f. nis.
-ing, als Verkleinerungsendung. Jakob Grimm sagt in seiner Grammatik III. 683: „unter den plattdeutschen Mundarten verkleinert die mecklenburgische und pommersche ganz lebendig auf ing, z. B. Kind Kinning, fründ frünning, han Henning, hus hüsing, kus kussing, hand hänning, feld felding, mann männing. Auch bei Eigennamen, z. B. Tine Tinning, Luise Luising.
In Liv- und Kurland ist ing gewönlich.Doch weicht die Bildung unserer Kleinerungen hier und da von der plattdeutschen ab. Wir sprechen z. B. nie Kinning, sondern Kinting, nie Männing sondern Manning, nie: Hänning, sondern. Hanting, nie: Freunding, Felding oder Hussing, sondern Freundchen, Feldchen, Hauschen. Dagegen wie im Plattdeutschen: Kussing, Tining, Luising. Auslautendes d wird bei unseren Kleinerungen zu t, der Aussprache des d wie t folgend. Daher Kinting, weil Kind wie Kint; Hanting, weil Hand wie Hant; Munting, weil Mund wie Munt gesprochen wird. Gewönlich sind Papping, Mamming und Tanting für Papa, Mama, Tante.
Ob unser ing plattdeutschem oder lettischem Einflüsse zuzuerkennen ist? — Wenn die Mecklenburger und Pommern allem unter den Niederdeutschen ing verwenden sollten, so hat wahrscheinlich slawischer Einfluss gewirkt (ang, eng, inka); bei unserem ing ist aber wol das lettische ing entscheidend gewesen, um so zweifelloser, da die Kleinerungen mit ing — mit alleiniger Ausnahme bei Taufnamen — der Kinderstube und der Sprache mit Kindern angehört.

Worms 1899
Deminutiva auf -ing (niederdt. od. lett.) Mutting (1902 S. 17 u. oft); Papping (1923 S. 64; Mamsing (1899 S. 53 u.a.); Sohning (1903 S. 376); Kinting (1899 S. 53; Herzing (1902 S. 62); Mammasohning (1902 S. 121); Meiting (lett.) (1903 S. 386); Ruding für Rudolf (1902 S. 214 u.a.); Bertsching für Sigibert (daselbst S. 61 u.a.); Kahrling für Karl (1923 S. 59); Pumping, Libing, Rulling, Zibbing, Duding - „Namen, die nur ein kurisches Ohr versteht“ (1899 S. 51)
„So war denn ihr Bertsching, den sie nach kurischer Art auch Bundschel oder Muffel nannte, ..."

Eckardt 1904, 70
[-ing] Es empfiehlt sich für uns bei der Wertung des „ing“ eine gewisse Vorsicht, da diese Verkleinerungssilbe sowohl dem Lettischen wie dem Plattdeutschen eigen ist - man erinnere sich des Reuterschen „Lining und Mining“. Immerhin trifft die Häufigkeit der Verkleinerungen auf „ing“ wie Tanting, Sohning, Tochting, Süßing, Kleining, Pupping mit der Vorliebe für Diminutiva, die dem Lettischen eigen ist, merkwürdig zusammen. Man hörte diese „ing“ lediglich in Lettisch-Livland, während sie dem estnischen Gebiet fremd sind, wo man aber auch das Landesidiom eine gewisse Enthaltsamkeit bei Diminutiven zeigt. Die deutschen Kinder-Kosenamen lauten hier meist auf i aus und decken sich nur zu geringem Teil mit dem Estnischen. Direkte Entlehnungen gibt es seltener als in Lettland, wo beispielsweise für Karl, Julius, Eduard - Kasche, Jusche, Esche (mit überall weichem sch) geläufig sind. Ich bin geneigt, diese ausgesprochene Vorliebe der Rigenser insgemein, auch wo das deutsche „chen“ an Stelle des „ing“ tritt, auf das Konto lettischen Einflusses zu setzen.

Seemann von Jesersky 1913, 128
ing, w. ingka, russische Endung zum Bilden von Kosenamen: Tanting, Sohning, Kasching, Robing, Nikolingka, Hanningka, Lisingka.

Munier-Wroblewski 1927-1931, 17
Mamming, Magnussing (= Magnus) - sagt die lett. Kinderwärterin
S. 15: Marting (= Martina); S.39 Doring (= Dora); S. 227: Benigning (Benigna); 231 Papping, 258 Lotting.

Kiparsky 1936, 122f.
[ausführlich!]
dazu: Mitzka in Rezension (T.f.Mafg. ?? 13, 1937, S. 56.

Nottbeck 1987, 37
ing als Endung (let.) - lettische Koseform / K.L.R.
Lining feiert ihren sechzigsten Geburtstag.

jung Adj

QUELLEN

Gutzeit 1889b, 567
jung. Stender führt als Sprüchw. auf: junges Blut spar dein Gut, Armut im Alter wehe thut.
jung werden, geboren werden. Welch Fahsel (junges Vieh) im neuen Licht jung wird, wächst selten auf, 328. 141; Ferkel, welche im Februar jung werden, aufziehen, 328. J. 1649 und 1688; wann die Kälber jung werden, 329. 101. Auch bei Lange, Bergmann und Stender. Wann ist das Kind jung geworden, st. geboren, Stender; unzeitig jung werden, 210. Jetzt wol ungebräuchlich, vgl. Grimms Wtb. 9).
Eine(n) jünger machen, ihr Alter geringer ausgeben.

Masing 1931, 23
junger Teig 'Teig, der eine unvollständige Gärung hinter sich hat'

Kobolt 1990, 134
jung (gesprochen: junk) Adj., Adv. jung mnd. junk.
Mit gleicher Aussprache auch: Junkgeselle, Junkfrau.

Jung das

QUELLEN

Kobolt 1990, 134
Jung n das Junge von Tieren, z.B.: Hundejung, Katzenjung, ein Jung ist aus dem Nest gefallen.
mnd. junk Junges, Kind.
Die einsilbige Form scheint auf Pernau beschränkt zu sein.


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